Praxisbeispiel

System 180

Praxisbeispiel zu modularen Moebelsystemen, langlebiger Produktgestaltung und zirkulaerer Nutzung.

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System 180 (Möbel & Innenausbau)

Modulare Möbel und zirkuläre Innenausbau-Lösungen: langlebig, reparierbar und flexibel an neue Nutzungen anpassbar.

Video
Einblicke bei System 180: modulare Möbelkonzepte als Hebel für kreislauffähige Nutzung.
Zusammenfassung

System 180 entwickelt modulare Möbel- und Innenausbau-Systeme, die so gestaltet sind, dass sie über viele Jahre flexibel an neue Anforderungen angepasst werden können. Im Mittelpunkt steht ein standardisiertes Baukastenprinzip: Elemente lassen sich austauschen, erweitern oder neu konfigurieren, ohne komplette Neuproduktion oder Entsorgung. Dadurch entstehen langlebige Lösungen für Büros, Bildungseinrichtungen, Showrooms oder temporäre Raumkonzepte.

Ein zentraler Hebel ist die Demontierbarkeit: Verbindungen sind so ausgelegt, dass Komponenten nicht zerstörend getrennt, sondern einfach zerlegt und wieder zusammengesetzt werden können. So können Möbel bei Umzügen oder Nutzungswechseln mitwandern, umgebaut oder in Teilen ersetzt werden. Das reduziert Materialverbrauch und Abfall und erhöht gleichzeitig die wirtschaftliche Nutzungsdauer.

Unternehmensprofil
Zum Unternehmen

System 180 steht für individuelle, funktionale Raumlösungen und modulare Einrichtung Made in Berlin. Das Unternehmen entwickelt und produziert am Standort Berlin-Adlershof Möbel und architektonische Systeme für moderne Arbeits-, Lern- und Veranstaltungsumgebungen.

Die Stärke des Unternehmens liegt in einem markanten Bausystem: Module können kombiniert, angepasst, erweitert und bei veränderten Anforderungen weiterverwendet werden. Genau dadurch wird aus Einrichtung ein langlebiges, reparierbares und wandelbares System.

R-Strategien im Überblick
Welche R-Strategien werden angesprochen?
  • R0 – Refuse: Modulare Systeme helfen, komplette Neuanschaffungen zu vermeiden, wenn Räume oder Anforderungen sich ändern.
  • R1 – Rethink: Einrichtung wird als anpassbares System geplant statt als einmalig genutztes Einzelprodukt.
  • R2 – Reduce: Weniger Materialeinsatz durch Langlebigkeit, Standardisierung und Nachrüstbarkeit statt Neukauf.
  • R3 – Reuse: Wiederverwendung von Modulen und Komponenten über mehrere Nutzungszyklen hinweg.
  • R4 – Repair: Einzelteile lassen sich bei Bedarf gezielt ersetzen (statt das gesamte Produkt zu tauschen).
  • R8 – Recycle: Am Ende der Nutzungsdauer erleichtern sortenreine Materialien und trennbare Komponenten die stoffliche Verwertung.

Für Unternehmen bietet dieser Ansatz handfeste Vorteile: Investitionen in Einrichtung werden wertstabiler, weil nicht bei jeder Veränderung neu beschafft werden muss. Gleichzeitig ermöglicht das modulare Prinzip eine bedarfsorientierte Skalierung (z. B. Wachstum, Umstrukturierung, temporäre Projekte). Damit wird Kreislaufwirtschaft nicht nur ökologisch, sondern auch betriebswirtschaftlich relevant.